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Im Sommer 1995 gehe ich wieder auf Tour, wieder mit meinem Freund Carsten. Diesmal geht es bei unfassbar schönem Wetter durch Süd- und Mittel-Schottland. Ich kann mich nicht mehr an alle Details der Reise erinnern, die Campingplätze habe ich zum Beispiel vergessen. Deshalb enthält die Karte auch keine Tagesabschnitte. Die Fotos haben nur eine dürftige Bildqualität; die Negative sind verloren gegangen und ich musste die alten Papierfotos scannen. Na ja, Fernweh kommt vielleicht trotzdem auf...

Stirling und Rannoch

Wir fliegen nach London und fahren von dort mit dem Schnellzug nach Edinburgh. Ein festes Reiseziel haben wir eigentlich nicht. Wir wissen nur, dass wir 14 Tage Zeit haben, irgendwie in die Highlands wollen und Loch Ness ganz gut klingt. Zunächst fahren wir aus dem Großraum Edinburgh heraus Richtung Nordwesten. Wir entdecken auf der Karte eine Straße beim Loch Rannoch, die nur zu einer Eisenbahnlinie führt und beschließen, uns das anzusehen.

Gleich am Anfang unserer Reise begegnet uns in einer Kleinstadt dieses Dudelsack-Ensemble.
Irgendwo auf dem Weg von Stirling nach Crieff.
Am Loch Tummel biegen wir in Richtung Loch Rannoch nach Westen ab. Das müsste beim Dunalastair Reservoir sein.
Beim Loch Eigheach Gaur Reservoir verlassen wir testweise die Straße, kommen aber nicht sehr weit und kehren um zur Asphaltpiste.
Das könnte Loch Laidon sein, sicher bin ich mir aber nicht.
Bei Rannoch Station erklimmen wir noch einen Hügel zu Fuß, weil wir auf den Zug warten müssen. Unsere Aktion diente als Vorlage für eine Szene im Film Trainspotting, glaube ich.
 
 
 
 

Loch Ness bis Dornoch Firth

Der Zugbegleiter gibt sich größte Mühe, den Aufenthalt an der Rannoch Station so kurz wie möglich zu halten, damit keine Mücken in den Zug gelangen. Leider passen unsere Räder nicht mit montierten Gepäcktaschen durch die Tür. Wir brauchen gefühlte fünfzehn Minuten, um einzusteigen, sehr zum Ärger der anderen Fahrgäste. Eine Fahrt durchs Great Glen und am Loch Ness entlang muss natürlich sein, wenn man zum ersten Mal in Schottland ist, aber danach wird die Strecke zunehmend langweilig. Wir beschließen an der Landspitze Tarbat Ness, die Rückreise anzutreten.

Endlich: Der Zug verspricht eine schnelle Flucht aus dem Mückenparadies Rannoch Station.
Wir gönnen uns einen freien Tag am Loch Ness und machen eine gepäckfreie Rundfahrt, die uns am Loch Loyne vorbei führt.
Das Eintrittsgeld für Urquhart Castle am Loch Ness sparen wir uns.
Irgendwo auf dem Weg...
...zur Landspitze Tarbat Ness. Ringel-Leuchttürme gibt es also auch außerhalb Ostfrieslands. Hier treten wir die Rückfahrt an.

Glenfarclas, Glenshee, Perth

Die Rückfahrt geht über die Grampian Mountains. Durch Zufall landen wir in der Glenfarclas Whisky Distillery. Damals stehe ich noch nicht auf Whisky, was sich aber bald ändern soll. Natürlich wird Glenfarclas zu meiner Lieblingsmarke.

An unserem einzigen Tag mit schottischem Wetter machen wir aus der Not eine Tugend und lassen uns durch die Glenfarclas Whisky Distillery führen.
Bei uns Radfahrern ohne Whiskyerfahrung haut der Gratis-Schluck am Ende der Führung ganz schön rein. Ein LKW-Fahrer weist uns dezent darauf hin, dass hier Linksverkehr herrscht.
Wir erreichen die Grampian Mountains.
Nicht immer schaffen wir es auf einen Campingplatz. Hier zelten wir wild irgendwo in den Grampians, sehr zur Freude der ansässigen Mückenschwärme.
Am Glenshee Ski Center lassen wir uns auf einen Berg ziehen. Bestimmt ist es hier auch im Winter ganz nett.
Blick zurück: Perfektes Wetter auch auf der Abfahrt vom Glenshee.
 
 
 
 

Edinburgh

Am Schluss haben wir noch etwas mehr Zeit als geplant. Wir schauen uns Edinburgh an, natürlich finden auch gerade zwei, drei Festivals statt. Den letzten Tag nach der Zugfahrt verbringen wir dann in London. Leider habe ich da keine Fotos mehr gemacht. Ach ja: Eine nächtliche Radtour von der Londoner Innenstadt zum Flughafen Heathrow muss man auch einfach mal gemacht haben.

Das war die erste Tour mit meinem neuen Nöll. Carsten ist mit der amerikanischen Legende Klein unterwegs. Die idealen Reiseräder sind die beiden Race-Bikes freilich nicht.
Die Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth. Wir sind auf der dahinter liegenden Autobrücke, die zum Glück auch einen Fuß- und Radweg hat.
Blick auf Edinburgh.
Wir verbringen den letzten Tag in Edinburgh. Wir haben leider keine Fahrradschlösser, was den Stadtrundgang etwas unbeholfen macht.

Karte