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Meine Musiksammlung besteht inzwischen nur noch zu einem kleinen Teil aus physischen Datenträgern. Die ganz wichtigen Sachen kaufe ich nach wie vor als CD, aber alles andere habe ich wieder verkauft oder schaffe ich gleich als MP3 an.

Mag sein, dass andere Formate besser sind, aber MP3 ist der Standard, den ich überall abspielen kann. Ich kodiere mit einem halbwegs aktuellen Lame (3.99.5 aus Debian jessie) mit 160 kbit/s VBR. Wer sich erfolgreich einbildet, dass er bei dieser Bitrate einen klanglichen Verlust gegenüber CDs oder gar Schallplatten ausmachen kann, der möge sich an dieser Illusion erfreuen. Ich für meinen Teil bin mir sicher, dass weit über 99 % der Menschheit keine klanglichen Nachteile meiner MP3s gegenüber den Originalen ausmachen können.

Alben statt Titel

Es klingt etwas altbacken, ich weiß, aber ich denke bei Tonträgern immer noch in Alben statt in Tracks. Mit jedem Update bei iPod & Co. wird deutlicher, dass diese Zeit für die meisten Musikkonsumenten vorbei ist, für mich ist das jedoch nicht so. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen zählt für mich das Album mehr als der einzelne Titel, auch wenn das im Einzelfall bedeutet, dass ich mir beim Anhören eines Albums auch ein paar Sachen reinziehe, die ich nicht so toll finde. Ich habe natürlich trotzdem Hit-Sammlungen und auch ein paar Einzeltitel, aber bestimmt 95% meriner MP3s sind Bestandteile regulärer Alben des jeweiligen Interpreten.

Ordnerstruktur

Damit ich unabhängig bin von der Software irgendeines kommerziellen Anbieters, besteht mein Master-Archiv aus einer normalen Ordnerstruktur und liegt auf meinen NAS. Von dort wird es per Samba exportiert und dann entweder über einen Windows-Rechner per iTunes auf mein iPhone gespielt. Oder mein Sonos Connector importiert es für die Wiedergabe auf meiner Stereo-Anlage oder auf den Sonos-Boxen in meinem Zimmer. Damit sind alle vier Stellen abgedeckt, an denen ich Musik höre: Im Auto, auf dem Smarthone, auf der Couch und in meinem Arbeits-/Schlafzimmer.

Ich lege meine MP3s in regulären Ordnern ab nach dem Schema Kategorie/Interpret/Album. Ein Auszug:

jexss@trillian:~/audio$ ls -l
total 32
drwxr-xr-x 326 jexss jexss 12288 Jul 31 17:44 Albums
drwxr-xr-x  22 jexss jexss  4096 Nov  2  2014 Books
drwxr-xr-x  12 jexss jexss  4096 May 14 16:18 Comedy
drwxr-xr-x   5 jexss jexss  4096 Sep 17 14:01 Compilations
drwxr-xr-x  26 jexss jexss  4096 Jul 14 22:50 Singles
drwxr-xr-x   5 jexss jexss  4096 Dec 22  2015 Tracks


jexss@trillian:~/audio/Albums$ ls -ld D* | head
drwxr-xr-x  6 jexss jexss 4096 Jun 13  2015 Daft Punk
drwxr-xr-x  5 jexss jexss 4096 Feb 28  2014 Daniel Lanois
drwxr-xr-x  4 jexss jexss 4096 Dec 20  2008 Dave Gahan
drwxr-xr-x 27 jexss jexss 4096 Jan 14  2016 David Bowie
drwxr-xr-x 13 jexss jexss 4096 Dec 21  2014 Dead Can Dance
drwxr-xr-x  3 jexss jexss 4096 Jul  1  2010 Deep Purple
drwxr-xr-x  7 jexss jexss 4096 Mar  1  2014 Deine Lakaien
drwxr-xr-x  3 jexss jexss 4096 Apr 29  2013 De La Soul
drwxr-xr-x 14 jexss jexss 4096 Dec 22  2014 Delerium
drwxr-xr-x 46 jexss jexss 4096 Jun  6 22:10 Depeche Mode

Der mit Abstand größte Ordner ist Albums. In Books habe ich Hörbücher, in Compilations alles, was mehrere Interpreten auf einem Album vereint wie bei Hit-Sammlungen oder Soundtracks. Ich habe von einigen Interpreten große Singles-Sammlungen, die sollen nicht die regulären Alben stören, deshalb sind sie in einem eigenen Stammordner. Einzeltitel ohne Albumbezug sind in Tracks.

Nomenklatur

Von wenigen Ausnahmen abgesehen entspricht die Namensgebung meinen Regeln beim Tagging, siehe dort. Nur wenn es Konflikte zum SMB-Namensstandard gibt, nenne ich die Ordner anders. Beispielsweise darf unter Windows eine Datei oder ein Ordner nicht die Zeichenkombination "..." enthalten. So wird dann aus dem Genesis-Album "...Calling All Stations" die Form "Calling All Stations".

Dateinamen

Beim Namen der Dateien weiche ich aus verschiedenen unwichtigen Gründen stark vom Standard ab. Die meisten Programme speichern Dateien in der Form

Interpret (Tracknummer) Track.mp3

ab, zum Beispiel

David Bowie (03) Slip Away.mp3

Bei mir heißt die Datei:

03.david-bowie_heathen.mp3

Das Namensschema ist also

tracknummer.interpret-mit-bindestrich_album-mit-bindestrich.mp3

Alles wird klein geschrieben. Eventuelle Suffixe wie Album-Version etc. (siehe Tagging) werden ebenfalls durch Unterstrich getrennt angehängt. Beispiel:

05.kraftwerk_electric-cafe_es.mp3

Für den 5. Track der spanischsprachigen Pressung des Kraftwerk-Albums Electric Cafe. In den Dateinamen vermeide ich alle gefährlichen Zeichen wie Sonderzeichen, Umlaute, Satzzeichen usw. Das geschieht komfortabel über die Meta-Suite.

 

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